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  In der Kreide stehen

Die Kreide diente einst zum Aufschreiben der Schulden auf einer schwarzen Tafel, vor allem im Wirtshaus. Wer also bei jemandem in der Kreide stand, hatte Schulden bei diesem. Wird einem etwas angekreidet, so wird es ihm nachgetragen wie eine offene Schuld. Aber auch der Wirt konnte schuldig werden - indem er nämlich mit zwei Kreiden schrieb und also doppelte Striche für die Schulden eintrug. Oder indem er aus einem V (= 5) ein X (= 10) machte: zwei kleine Striche mehr gleich doppelter Gewinn! Wer sich kein X für ein U (einst V) vormachen lässt, der lässt sich nicht betrügen.